Rohveganer, probiotischer Jogurt – Lebensmittelunverträglichkeiten ade!

Keine Milch

Cocos Jogurt

Bakterien und Mikroorganismen

Probiotika sind für eine gesunde Darmflora unverzichtbar. Damit die Verdauung gut funktionieren kann, braucht sie bestimmte Bakterien. Durch falsche Ernährung, wie zu viel Zucker, Alkohol, Pestizide, Rückstände oder durch die Einnahme von Medikamenten werden die guten Bakterien im Darm zerstört. Pilze und Viren können sich dadurch vermehren und zu Krankheiten im Magen-Darm-Trakt führen. Anzeichen für eine gestörte Darmflora sind zum Beispiel Blähbauch, Durchfall oder Verstopfung, Mundgeruch, unreine Haut, etc.

Ein schönes Hautbild ist ohne einen gesunden Darm nicht zu erreichen.

Probiotische Lebensmittel gab es schon immer und sind in jeder Kultur der Welt zu finden. In Europa gibt es verschiedene traditionelle Gerichte, die gute Bakterien beinhalten, sind z. B. Sauerkraut, eingelegtes saures Gemüse und Gurken, Ayran (Türkei), griechischer Jogurt (Griechenland), Creme Fraîche (Frankreich), löchriger Käse (Schweiz), Oliven (Italien), Sauerteigbrot (Deutschland). Die Asiaten haben z. B. Sojasauce, Kombucha, Miso-Suppe, Kimchi, Lassi. In Afrika gibt es Fufu (auch Foufou: ein fester Brei aus Maniok oder Yams). All diese Gerichte sind per Zufall entstanden, mit Hilfe zahlreicher Mikroben, die in der Natur vorkommen und schon immer zu unseren Gunsten gearbeitet haben.

Durch die Industrialisierung hat sich die Menschheit allerdings von der ursprünglichen Ernährung entfernt. Durch immer mehr Fertiggerichte, die industriell verarbeitet werden und durch das Hinzufügen von künstlichen Zusatzstoffen haben wir unsere Nahrung zu unserem größten Feind gemacht. Auch Grundlebensmittel, wie Milch und Brot, werden durch den Herstellungsprozess so stark modifiziert, dass sie für unseren Körper, einfach nicht mehr zumutbar sind.

Die Lebensmittelunverträglichkeiten haben rasant zugenommen und können zu chronischen Krankheiten bis hin zu Krebs führen. Zurück zum Ursprung heißt die Lösung! Und das kann man meiner Meinung nach nur durch Naturprodukte und rohvegane Ernährung erreichen.

Meine Rezepte sind einfach und ja, man kann sogar in der rohveganen Küche Joghurt und Käse herstellen.
Dafür braucht man nur die guten Bakterien Nüsse und Wasser. Der rohvegane, auf Nüssen basierende Joghurt und Käse sind sehr gut verträglich und völlig frei von jeglichen Allergenen oder Zusatzstoffen. Bei der Herstellung ist es wichtig, dass man eines der folgenden Stammbakterien benutzt: Lactobacillus Acidophilus, Casei oder Rhamnosus.

Diese Bakterien sind besonders verdauungsresistent und gelangen somit in den Darm, wo sie die Immunzellen darin unterstützen, Eindringlinge zu bekämpfen.

Das Apfelpektin-Pulver ist quasi das Futter für die Bakterien, wodurch sie sich schnell vermehren können. Ein gewöhnlicher Jogurt dagegen, enthält meist nur das Lactobacillus Bulgaricus. Dieser ist nicht besonders verdauungsresistent und gelangt deshalb in nur kleinen Mengen lebend in den Darm.

Rezept für griechischen Joghurt (800 gr):

2 EL Mandelmus
Saft einer halben Zitrone

2 Kapsel Probiotikum Darm Plus
800 ml Wasser (auf 42 Grad erwärmt)
1 EL Apfelpektin-Pulver (im Reformhaus erhältlich); zum Eindicken des Jogurts1 Päckchen Sahnesteif von Arché (macht den Jogurt sehr cremig)

Alles in einen Hochleistungsmixer geben (alternativ kann man einen Stabmixer benutzen) und auf höchster Stufe 1 Minute lang mixen bis eine milchige Flüssigkeit entsteht. Ein 800 g Glas oder ein Tongefäß mit heißem Wasser gut erwärmen und die Milchmischung hineingeben, oder in die Jogurt Gerät. Anschließend 48 Stunden an einem warmen Ort stehen lassen. Durch das Erwärmen des Glases bzw. Gefäßes wird die Vermehrung der Bakterien beschleunigt. Nach 48 Stunden ist der Jogurt fertig und bereit zum Verzehr. Die dabei entstandene Flüssigkeit kann man vorsichtig in ein anderes Glas abgießen und für die Herstellung von weiterem Joghurt verwenden. Oder man verrührt die Flüssigkeit mit einem Löffel solange bis sie vollständig homogenisiert ist. Sollte der Jogurt zu dünnflüssig sein, kann man ihn mit einem weiteren Löffel Pektinpulver in den Mixer geben und so eindicken.

Wenn man einen besonders dickflüssigen und cremigen Jogurt möchte, kann man auch die Menge an Mandelmus verdoppeln und die Wassermenge auf die Hälfte reduzieren.

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